An die deutschen Hochschulen ist in der Regel kein Campussystem angeschlossen,
Studierende müssen sich selbst um eine Bleibe an ihrem Hochschulort bemühen.
Der Wohnungsmarkt
Die Zimmer- oder Wohnungssuche ist eine weitere große Hürde, die Sie
zu Beginn Ihres Deutschlandaufenthalts nehmen müssen. Wohnraum ist in
den meisten deutschen Städten knapp und teuer. Es ist ganz wichtig, dass
Sie früh genug vor Semesterbeginn - am besten direkt nach der Zulassung
- nach Deutschland reisen und auf Wohnungssuche gehen. Wenn Sie Verwandte
oder Freunde am Hochschulort haben, sollten Sie sie bitten, schon vor
Ihrer Ankunft die Fühler für Sie auszustrecken.
Die Akademischen Auslandsämter, Studentenwerke und der AstA (Allgemeiner
Studentenausschuß) leisten Ihnen in ihrem leider begrenzten Rahmen Hilfestellung.
Sehr zu empfehlen ist die in Deutschland erste internationale Mitwohnzentrale
"Livin“, die einen Ringtausch für Studierende in verschiedenen Ländern
organisiert. Die Vermittlungsgebührren liegen weit unter denen anderer
Mitwohnzentralen, die dennoch eine weitere Anlaufstelle für Sie sein können.
„Livin“ hat seinen Sitz bei Münster, vermittelt aber in der ganzen Bundesrepublik
(kostenlos). Kontaktieren Sie
LIVIN International, Frau Eva Vielmo,
Internationale Mitwohnzentrale
Esking 8, D-48727 Billerbeck,
Tel. +49.2554.913881
Fax +49.2554.913883
In den Lokalzeitungen (hauptsächlich in der Samstagsausgabe) finden Sie
Zimmer- und Wohnungsangebote, eine weitere Fundgrube sind Studentenzeitungen
und Anschlagtafeln ("schwarze Bretter") in den Instituten, Mensen
und Cafeterien.
Bei Abschluss eines Mietvertrags wird in der Regel eine Kaution in Höhe
von ein bis zwei Monatsmieten berlangt. Dieses Geld bekommen Sie bei Auszug
zurück, wenn Sie Wohnung in gutem Zustand verlassen.
Die Wohnungsvermittlung durch einen Makler kostet bis zu drei Monatsmieten.
In allen Fragen, die einen Mietvertrag betreffen, sollten Sie sich an
das Akademische Auslandsamt, das Studentenwerk oder Sozialreferat des
AStA wenden.
Die ersten Nächte
Für die ersten Nächte in Deutschland können Sie in einer Jugendherberge
oder günstigen Privatpension unterkommen und von dort aus die Suche nach
einer dauerhaften Unterkunft aufnehmen. Eine Liste mit Adressen bekommen
Sie beim Akademischen Auslandsamt. Eine Übernachtung in einer Jugendherberge
kostet etwa € 10,- bis € 20,-, in einer Privatpension € 30,- bis € 55,-
einschließlich Frühstück.
Studentenwohnheime
Die Studentenwerke, aber auch konfessionelle und private Organisationen
haben in fast allen Hochschulorten Studentenwohnheime errichtet, die neben
Zimmern Gemeinschaftsküchen, Freizeiträume und Ähnliches bieten. Leider
können die Wohnheime nur einem kleinen Teil der Studenten Unterkunft bieten.
Oft gibt es lange Wartelisten und Wartezeiten. Das Akademische Auslandsamt
und der AStA informieren Sie über das Angebot und die Anmeldeformalitäten.
Ein Zimmer im Wohnheim kostet durchschnittlich ca. € 155,- pro Monat.
Dies schließt in der Regel die Nebenkosten (Heizung, Strom, Wasser) mit
ein.
Privatzimmer
Die Mehrzahl der deutschen und ausländischen Studierenden muss ihr Zimmer
oder ihre Wohnung bei privaten Hausbesitzern mieten. Die Monatsmiete beträgt
je nach Stadt, Lage und Ausstattung € 155,- bis € 310,- und sogar noch
mehr. Im Gegensatz zum Studentenwohnheim besteht hier nicht immer die
Möglichkeit, selbst zu kochen.
Wohngemeinschaften (WG)
Viele Studenten in Deutschland schließen sich zusammen und mieten gemeinsam
eine Wohnung, in der jeder ein eigenes Zimmer hat und sie die Küche und
Bad gemeinsam benutzen. Achten Sie auf Aushänge von freien Wohngemeinschaftsplätzen
im Akademischen Auslandsamt, beim AStA, der Fachschaft, Mensa, den Cafeterien
und an "Schwarzen Brettern".