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Programm für internationale Juristen "Einführung in das deutsche Recht mit Praxisbezug"

Programmbeschreibung

Das Programmangebot richtet sich an junge Juristen mit ein- bis zweijähriger Berufserfahrung. Während eines 8-monatigen kombinierten Studien- und Praxisaufenthaltes vermittelt es einen vertieften Einblick in das deutsche Recht, schwerpunktmäßig in das öffentliche und private Wirtschaftsrecht. Durch die Verknüpfung einer Einführung in das deutsche Recht mit einem Praktikum in Kanzleien, Banken oder Versicherungen unterscheidet sich das Programm von den LL.M.- oder Magister-Programmen deutscher Universitäten und wendet sich insbesondere an solche Juristen, die nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln wollen.

Der Kurs hat nur wenige (maximal 20) Teilnehmer, so daß ein intensives Arbeiten möglich ist. Auf die unterschiedlichen fachlichen Voraussetzungen und Interessenschwerpunkte der Teilnehmer wird soweit als möglich eingegangen; der Unterrichtsstoff kann in gewissem Rahmen frei gestaltet werden.

Das 1963 initiierte Programm genießt bei Unternehmen und Anwaltskanzleien im In- und Ausland hohes Ansehen.

Programminhalte

Stipendienlaufzeit:

2. Oktoberhälfte 2007 bis Ende Juni 2008.

Die Stipendienzeit ist in zwei Abschnitte gegliedert:

Abschnitt 1: Universität Tübingen

Der erste Teil des Programms findet voraussichtlich vom 16. Oktober bis 15. Dezember 2007 in Tübingen, einer süddeutschen Stadt mit einer der ältesten Universitäten Deutschlands, statt. Die Teilnehmer nehmen an den folgenden vier Kursen teil:

1. Der Kurs Einführung in die Grundzüge und Begrifflichkeiten des deutschen Rechts (Umfang ca. 85 Stunden) vermittelt grundlegende und vertiefte Kenntnisse in allen wesentlichen Gebieten des deutschen Rechts (Zivil- und Wirtschaftsrecht, Strafrecht sowie Öffentliches Recht). Dieser Kurs wird von Dozenten der juristischen Fakultät abgehalten. Die erforderliche Fachliteratur wird zu Beginn des Kurses zur Verfügung gestellt. Weiterhin besteht Gelegenheit, sich unter Betreuung durch einen der Dozenten in ein Spezialthema eigener Wahl einzuarbeiten und ein Referat zu halten. Zudem ist der Besuch des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, des Landgerichts Tübingen, der Zentralen Ermittlungsstelle für Verbrechen des NS-Regimes in Ludwigsburg sowie einer Stuttgarter Anwaltskanzlei vorgesehen. Diese Besuche werden in dem Kurs entsprechend vorbereitet.

2. Begleitend dazu wird ein Kurs Juristische Fachsprache angeboten (Umfang ca. 48 Stunden). In diesem Kurs stehen praktische Übungen im Vordergrund. Die Teilnehmer erhalten umfangreiche Hilfen bei der Erweiterung ihres juristischen Wortschatzes, und sie haben ausreichend Gelegenheit, selbst juristische Schriftsätze zu formulieren (Klagen, Anwaltsschriftsätze etc.), um auf diese Weise sowohl ihre Fachsprache als auch ihre juristischen Kenntnisse zu vertiefen. Der Kurs dient darüber hinaus dazu, allgemeine Fragen aus Politik und Wirtschaft anzusprechen. Die erforderliche Fachliteratur wird zu Beginn des Kurses zur Verfügung gestellt.

3. Der intensive Sprachkurs (ca. 76 Stunden in Kleingruppen) dient der Verbesserung der Deutschkenntnisse, ist also kein Anfängerlehrgang. Der Unterricht wird von erfahrenen Sprachlehrern der Abteilung “Internationale Sprachprogramme” der Universität Tübingen durchgeführt. Auf fortgeschrittenem Niveau werden folgende Themen behandelt: typische Strukturen der deutschen Schriftsprache, Wortschatz, Stil und Textgestaltung, Phonetik, Umgangssprache und Alltagskultur. Ein Lehrbuch wird zu Beginn des Kurses zur Verfügung gestellt.

4. Schließlich haben die Teilnehmer Gelegenheit, an ergänzenden Veranstaltungen mit juristischer und landeskundlicher Thematik teilzunehmen. Im Rahmen dieses Kursteils ist eine Begrüßung durch den Kanzler der Universität mit einem anschließenden Fachvortrag vorgesehen. Weiterhin finden eine Stadtführung durch Tübingen, ein geselliger Begegnungsabend, eine Themenexkursion „Kommune und Kultur“, u. a. mit einem Besuch der Burg Hohenzollern statt. Eventuell können weitere Veranstaltungen auf Wunsch der Teilnehmer organisiert werden.

Abschnitt 2: Justizministerium Düsseldorf

Der zweite Teil des Programms findet von Januar bis Juni 2008 unter Leitung des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt und setzt sich wie folgt zusammen:
1. Von Januar bis März findet am Oberlandesgericht Düsseldorf ein theoretischer Blockunterricht statt. Es werden Lehrveranstaltungen in den Rechtsgebieten Gerichtsverfassungsgesetz und Zivilprozeßordnung, Internationales Privatrecht, Staats- und Verwaltungsrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Markenrecht (einschließlich Urheberrecht und Nebengebiete) sowie Steuerrecht (einschließlich deutsches internationales Steuerrecht) angeboten. Dieser von Praktikern, überwiegend Richterinnen und Richtern geleitete Unterricht hat das Ziel, die im Tübinger Teil erworbenen Kenntnisse des deutschen Rechts zu vertiefen und in weitere Spezialrechtsgebiete einzuführen.

2. Von April bis Juni verbringen die Teilnehmer ihre freie Stage bei ausgewählten Anwaltskanzleien im Raum Düsseldorf. Die Stipendiaten sollen ihr zuvor erworbenes Wissen anhand der Bearbeitung konkreter Fälle unmittelbar überprüfen und vertiefen.
In einer begleitenden Arbeitsgemeinschaft unter der Anleitung von Praktikern werden zusätzliche Fälle bearbeitet und in der Praxis auftretende Probleme in der Gruppe besprochen. Dadurch wird eine Verschränkung von Theorie und Praxis erreicht.

Das Programm in Düsseldorf wird abgerundet durch Rahmenveranstaltungen (z.B. Teilnahme an einer Fortbildung gemeinsam mit deutschen Rechtsreferendaren, Besuch des Landtags, einer Justizvollzugsanstalt, der Rheinischen Notarkammer sowie eines Wirtschaftsunternehmerns).

Stipendienleistungen:

Die Stipendienhöhe beläuft sich im Tübinger Teil auf 2 x EUR 615,--. Der DAAD zahlt während dieser Zeit die Kursgebühren der Universität Tübingen. Von Januar bis Juni betragen die monatlichen Stipendienraten EUR 975,--.
Außerdem wird eine einmalige Studien- und Forschungsbeihilfe von EUR 260,-- und eine länderspezifische Reisekostenpauschale sowie ein Zuschuss zur Krankenversicherung gezahlt.
Die für Unterrichtszwecke erforderliche Fachliteratur wird für jeden Stipendiaten gestellt und bleibt auch nach Ablauf des Stipendiums in seinem Besitz.

Bewerbungsvoraussetzungen:

Das Programm richtet sich an Teilnehmer, die im jeweiligen Heimatland ihr Studium abgeschlossen haben, in der Regel eine mindestens ein- bis maximal zweijährige Berufserfahrung nachweisen können und die eine berufliche Laufbahn in einer international agierenden Kanzlei oder einem Wirtschaftsunternehmen anstreben.

Das Höchstalter beträgt in der Regel 30 Jahre.

Es ist als Bewerbungsvoraussetzung ein abgeschlossenes juristisches Studium (Diplom) notwendig.

Die Interessenten sollen zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung über sehr gute Deutschkenntnisse (mindestens auf dem Niveau der Mittelstufe II) verfügen, die sie zur aktiven Teilnahme an juristischen Lehrveranstaltungen und Diskussionen befähigen.
Die Teilnehmer sollen bei Ihrer Bewerbung deutlich machen, warum sie Kenntnisse des deutschen Rechts erwerben möchten.

Bewerbungsort, Termine und Beratung:

Ihre Bewerbung reichen Sie bitte beim DAAD Informationszentrum Kiew vom 01.09.2006 bis zum 15.02.2007 ein.
Zur weiteren Beratung stehen Ihnen das DAAD Informationszentrum Kiew und die DAAD-Lektoren zur Verfügung.
Bewerbungen direkt beim DAAD Bonn sind nicht möglich.

Bewerbungsunterlagen:

1. DAAD-Bewerbungsformular („Antrag auf ein Forschungs-/Studienstipendium“), zu finden unter www.daad.de/de/form.
2. Lückenloser Lebenslauf.
3. Gegebenenfalls Liste der Publikationen.
4. Ausführliche und präzise Darlegung des Studienvorhabens sowie die Darstellung der bisherigen Studienarbeiten, die für die Entscheidung von der besonderer Wichtigkeit sind.
5. Zwei Empfehlungsschreiben von Fachprofessoren, die über die wissenschaftliche Befähigung des Bewerbers Auskunft geben. Aus den Schreiben muss die Stellung des Gutachters hervorgehen. Die Gutachten sind vertraulich, sie sind in verschlossenen Umschlägen einzureichen.
6. Nachweis über Immatrikulation bzw. berufliche Beschäftigung mit Hinweis auf Möglichkeit einer Beurlaubung.
7. Zeugnisunterlagen: Amtlich beglaubigte Kopien
- des Reifezeugnisses bzw. entsprechenden Schulzeugnisses mit allen Einzelnoten
- aller Hochschulzeugnisse über sämtliche Jahresprüfungen oder des Bachelor- oder Diplomzeugnisses (mit allen Einzelnoten)
Allen Zeugnissen muss eine Erklärung des Notensystems beigefügt werden. Zeugniskopien sind amtlich beglaubigt vorzulegen. Die Richtigkeit von Übersetzungen muss bestätigt werden.
8. Sprachzeugnis: DAAD-Sprachzeugnis zum Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse oder ein anderes vergleichbares Sprachzeugnis.
9. Gegebenenfalls Sonstiges (z.B. Auszeichnungen)
10. Aktuelle Fotografien, aufgeklebt auf die Bewerbungsformulare.

Unvollständige Bewerbungen kann der DAAD nicht berücksichtigen. Ein vollständiger Bewerbungsantrag umfasst alle oben aufgeführten Unterlagen im Original und zwei Kopien.

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