deutsch
IC Kiew
DAAD in der Ukraine
DAAD Weltweit
Stipendien
Studium in Deutschland
Allgemeine Information
Universitäten
Fachhochschulen
Studienangebote
Forschung in Deutschland
Leben in Deutschland
Deutsch lernen
Aktuelles
Alumni
Service
Kontakt
Diese Seite zu den Favouriten hinzufügen
Diese Seite drucken
Logo
Home

Zulassungsvoraussetzungen

Unterrichtssprache Deutsch

Die Unterrichtssprache an allen deutschen Hochschulen ist Deutsch. Eine Ausnahme bilden die in jüngster Zeit auch an einigen Fachhochschulen eingerichteten International Degree Programmes, deren Unterrichtssprache zumindest in den ersten Semestern Englisch ist. Unerlässliche Voraussetzung für alle übrigen Studiengänge sind aber gute Deutschkenntnisse. Die Lust und das eigene Talent, mit einer neuen Sprache umzugehen, lassen sich schon im Heimatland entwickeln. Nicht überall werden Sie ein Goethe-Institut oder die Deutschabteilung einer Universität mit ihren Sprachkursangeboten in nächster Nähe zur Verfügung haben. Das sollte Sie aber niemals entmutigen, schon längere Zeit vor der Abreise nach Deutschland auf andere Weise zumindest Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu erwerben. Bevor Sie zum Studium an einer deutschen Hochschule zugelassen werden können, müssen Sie in einer Prüfung gute deutsche Sprachkenntnisse nachweisen.

Sprachprüfung

Die "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber - DSH" müssen Sie vor Studienaufnahme ablegen, wenn Sie zwar eine der deutschen gleichwertige Hochschulzugangsberechtigung haben und deshalb keine Feststellungsprüfung (siehe unten) machen müssen, jedoch aus einem nicht-deutschsprachigen Land kommen. Befreit werden können Sie von dieser Prüfung, wenn Sie Ihr Abitur in Deutschland oder an einer deutschen Schule im Ausland gemacht haben oder wenn Sie bestimmte Sprachdiplome, zum Beispiel des Goethe-Instituts oder der Kultusministerkonferenz, bereits erworben haben. Die Gründe für die Befreiung von der DSH variieren von Hochschule zu Hochschule leicht. Fragen Sie so früh wie möglich bei der Fachhochschule Ihrer Wahl nach.
Die DSH wird am zuständigen Studienkolleg oder an der Hochschule nach in ganz Deutschland geltenden Richtlinien abgenommen.
Die Termine für die DSH legt jede Hochschule selber fest. Erkundigen Sie sich möglichst früh bei der Fachhochschule Ihrer Wahl nach den Möglichkeiten und Terminen, die DSH abzulegen. Die Fachhochschulen können die Wiederholung der Prüfung höchstens zweimal zulassen. Danach ist eine erneute Anmeldung zur Prüfung nicht mehr möglich, auch nicht an einer anderen Fachhochschule.

Sprachkurse zur Vorbereitung auf die DSH

Die meisten Fachhochschulen bieten Sprachkurse zur Vorbereitung auf die DSH an. Die Kapazitäten reichen jedoch in der Regel nicht aus, jeden Bewerber aufzunehmen. Die Kurse setzen zudem je nach Hochschule Deutschkenntnisse unterschiedlichen Niveaus voraus. An dieser Stelle daher noch einmal der eindringliche Rat: Nutzen Sie die Gelegenheiten, bereits in Ihrem Heimatland Deutsch zu lernen (Deutschabteilungen von Universitäten, Goethe-Institute u. a.)! Bewerben Sie sich erst um einen Studienplatz in Deutschland, wenn Sie einiges Zutrauen in Ihre neuen Sprachkenntnisse gewonnen haben. Das spart Zeit, Geld und bewahrt vor sonst fast unvermeidlichen Enttäuschungen über die Fremdheit oder gar Härte der neuen Umgebung.

Hochschulzugangsberechtigung

Ob Sie direkt zum gewünschten Fachstudium zugelassen werden können, hängt vor allem davon ab, ob Ihr Sekundarabschlusszeugnis als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt wird. Die Fachhochschule oder die entsprechende zuständige Stelle entscheidet dies nach in ganz Deutschland geltenden einheitlichen Richtlinien, den Bewertungsvorschlägen der Kultusministerkonferenz. Grundsätzlich gilt, dass ein Zeugnis, das zum Studium an einer deutschen Universität berechtigt, auch den Zugang zu einer deutschen Fachhochschule ermöglicht.
Ziel dieses Anerkennungsverfahrens ist, ausländischen und deutschen Studienanfängrn die gleichen Startbedingungen an der Fachhochschule zu ermöglichen.
Wurde Ihr Zeugnis als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt, können Sie nach bestandener Sprachprüfung und mit den Einschränkungen, die auch für Deutsche gelten (Numerus clausus), direkt zum Fachstudium zugelassen werden. Alle anderen Bewerber/innen müssen die sogenannte Feststellungsprüfung ablegen.

Feststellungsprüfung

Die Fachhochschulen unterscheiden zwischen Studienbewerbern, die alle Voraussetzungen für die Aufnahme eines Fachstudiums erfüllen, und solchen, die dies noch nicht tun. Sie finden im Anhang Angaben, ob Ihre Hochschulzugangsberechtigung für die direkte Zulassung zum Fachstudium ausreicht oder ob Sie die so genannte "Prüfung zur Feststellung der Eignung ausländischer Studienbewerber für die Aufnahme eines Studiums an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland", kurz "Feststellungsprüfung", ablegen müssen, bevor Sie sich einschreiben können. Die Fachhochschule Ihrer Wahl wird Sie in dieser Frage beraten.
Die Feststellungsprüfung schließt die Sprachprüfung mit ein.
Haben Sie bereits im Heimatland einige Semester studiert, können besondere Bedingungen für die Zulassung an einer deutschen Fachhochschule gelten. Hierüber informieren die Fachhochschulen im Einzelfall auf Anfrage.
Bewerbern, die die Feststellungsprüfung ablegen müssen, wird in jedem Fall empfohlen, einen vorbereitenden Kurs, das Studienkolleg, zu besuchen.

Studienkolleg

Das Studienkolleg für ausländische Studierende bereitet auf die Feststellungsprüfung vor. Sein Besuch, auch wenn er nicht Pflicht ist, sei jedem, der die Feststellungsprüfung ablegen muss, dringend empfohlen. Die Fachhochschule weist Sie dem zuständigen Studienkolleg zu. Deutschkenntnisse (mindestens Grundstufenkenntnisse), die Sie am besten schon im Heimatland erwerben sollten, werden für die Aufnahme ins Studienkolleg vorausgesetzt. Vorbereitende Deutschkurse der Grundstufe werden in der Regel von den Studienkollegs oder den Fachhochschulen selber angeboten, seltener jedoch regelrechte Anfängerkurse. Die Deutschkurse an den Fachhochschulen sind, im Gegensatz zum Kursangebot des Goethe-Instituts oder privater Sprachschulen, kostenlos.
Nach der Aufnahme ins Studienkolleg sind Sie schon auf dem Weg in Richtung Fachstudium. Sprachlich und fachlich werden Sie je nach Studienwunsch in den Schwerpunktkursen TI (Technik und Ingenieurwissenschaften), WW (Wirtschaftswissenschaften), GD (Gestaltung und Design), SW (Sozialwesen) und DÜ (Dolmetschen und Übersetzen) auf Ihren Studiengang vorbereitet.
Der Unterricht am Studienkolleg urnfasst in der Regel 32 Stunden pro Woche und hat, anders als später die Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule, noch schulischen Charakter. Sie absolvieren einen Kurs im festen Klassenverband. Es besteht Anwesenheitspflicht. Im Sommer gibt es sechs, über Weihnachten und Neujahr zwei und im Frühjahr noch einmal drei Wochen Ferien.
Die Pflichtfächer in den einzelnen Schwerpunktkursen sind:
Kurs Tl: Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Technisches Zeichnen (einschließlich CAD) oder Informatik
Kurs WW: Deutsch, Mathematik, Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre, Informationstechnologie und Informatik, Englisch
Kurs GD: Deutsch, Mathematik, Gestaltung/ Design, Physik, Computergestütztes Gestalten
Kurs SW: Deutsch, Mathematik, Gesellschaftswissenschaften (Pädagogik/Psychologie, Soziologie, Rechtskunde), Informationstechnologie und Informatik, Englisch.
Kurs DÜ: Deutsch, 2. Fremdsprache (Englisch oder Französisch; jeweils nur für Fortgeschrittene), 3. Fremdsprache (Englisch oder Französisch oder Spanisch), Informationstechnologie und Informatik.
In der Regel wird zusätzlich ein weiteres, auf den Schwerpunkt bezogenes Fach unterrichtet.
Die Ausbildung am Studienkolleg dauert in der Regel zwei Semester, das heißt ein Jahr. Unter bestimmten Voraussetzungen kann jedes dieser beiden Semester einmal wiederholt werden. Am Ende steht die Feststellungsprüfung, in der in der Regel neben Deutsch zwei weitere Fächer des besuchten Schwerpunktkurses schriftlich geprüft werden. Gegenstand der mündlichen Prüfung können alle im jeweiligen Schwerpunktkurs unterrichteten Fächer sein.
Die Prüfung kann einmal, frühestens nach Ablauf eines halben Jahres und nur im Ganzen, wiederholt werden.
Mit bestandener Feststellungsprüfung haben Sie die Hochschulzugangsberechtigung für das Studium Ihres gewünschten Faches an einer deutschen Fachhochschule.

Zulassungsbeschränkungen: Numerus clausus

Einer sofortigen Zulassung kann jedoch der so genannte Numerus clausus, die Zulassungsbeschränkung, im Wege stehen. In einer Reihe von Fächern reicht die Anzahl der vorhandenen Studienplätze für die Zahl der Bewerber nicht aus. Deutsche wie Ausländer unterliegen daher einem Auswahlverfahren, bei dem in erster Linie der Notendurchschnitt des Hochschulzugangsberechtigungszeugnisses den Ausschlag gibt. In einigen Studiengängen gibt es landesweite oder örtliche Zulassungsbeschränkungen. Informieren Sie sich bei der Fachhochschule Ihrer Wahl, ob für den von Ihnen gewünschten Studiengang Zulassungsbeschränkungen bestehen.
Da dem Studium von Ausländern an deutschen Fachhochschulen großer Wert beigemessen wird, sind fünf Prozent der Studienplätze in Numerus-clausus-Fächern für Studienbewerber aus dem Ausland reserviert.

Zulassung im zentralen Vergabeverfahren

Für einige Studiengänge an Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen vergibt die ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, Sonnenstraße 171, D-44128 Dortmund) die Studienplätze. In diesem Fall muss sich der Kandidat bei der ZVS bewerben, wo er auch die entsprechenden Zulassungsanträge erhält. Diese Regelung gilt nicht nur für Deutsche, sondern auch für Bewerber, die den Deutschen zulassungsrechtlich gleichgestellt sind. Dies sind Staatsangehörige eines Mitgliedslandes der Europäischen Union und Ausländer, die eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung besitzen (so genannte Bildungsinländer). Alle übrigen Ausländer bewerben sich, wie oben beschrieben, direkt beim Akademischen Auslandsamt der gewählten Fachhochschule.
Welche Studiengänge in das Verfahren der ZVS einbezogen werden, wird zu jedem Semester neu entschieden. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie sich rechtzeitig informieren, ob Ihr gewählter Studiengang unter diese Regelung fällt. Auskunft darüber können Sie jeweils zu Beginn des vorausgehenden Semesters bei den Hochschulen erhalten.

Vorpraktikum

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an einer Fachhochschule ist in vielen Fächrn auch der Nachweis einer auf das Studienfach bezogenen praktischen Tätigkeit vor Beginn des Studiums.
Erkundigen Sie sich so früh wie möglich bei den deutschen Fachhochschulen, die Sie interessieren, ob für das von Ihnen gewünschte Fach vor der Zulassung zum Studium ein berufliches Vorpraktikum notwendig ist. Es lohnt sich, die Anforderungen mehrerer Fachhochschulen in dieser Frage zu vergleichen. Bei der Vermittlung von Praktikantenstellen sind eigene Praktikantenämter der Fachhochschulen oder auch staatliche Stellen wie das Arbeitsamt behilflich.
Erkundigen Sie sich auch, ob Zeiten praktischer Tätigkeiten oder eine Berufsausbildung in Ihrem Heimatland von der deutschen Fachhochschule anerkannt werden und mit welchen Dokumenten Sie sie nachweisen müssen.

Besondere Zulassungsvoraussetzungen

Eine Aufnahmeprüfung gibt es an deutschen Fachhochschulen nicht. Eine Ausnahme bilden allerdings die Fachrichtungen Design/Gestaltug. Für ein erfolgreiches Studium in den Studiengängen dieser Fachrichtungen ist eine besondere künstlerische und gestalterische Begabung Voraussetzung. Eine Eignungsprüfung ist daher vor der Zulassung zum Studium die Regel. Oftmals wird auch der Nachweis einer spezifischen Vorbildung gefordert, zum Beispiel für den Studiengang Übersetzen und Dolmetschen.

Zulassungsvoraussetzungen für weiterführende Studien

Die Voraussetzungen, die Sie zur Zulassung zu einem Aufbaustudium an einer deutschen Fachhochschule erfüllen müssen, liegen - anders als beim oben beschriebenen Weg an eine Fachhochschule für ein Vollstudium - im Ermessen der jeweiligen Fachhochschule. In der Regel ist die erste Bedingung jedoch ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Daher hier nur der allgemeine Rat, sich zum Beispiel mit der DAAD-Broschüre "Aufbaustudiengänge an Hochschulen in Deutschland" einen Überblick über das Angebot an solchen Studienmöglichkeiten zu verschaffen.


Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt © DAAD
DAAD Links